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Energienutzungsplan der Stadt Germering

Was ist ein Energienutzungsplan?

Ein Energienutzungsplan (kurz: ENP) ist ein strategisches Planungsinstrument, das einen Überblick über den momentanen sowie den zukünftigen Energiebedarf und die Energieversorgungssituation liefert.

Die Stadt Germering hat Anfang 2021 in Zusammenarbeit mit dem Institut für systemische Energieberatung GmbH (ISE) und der ERDWERK GmbH mit der Erstellung begonnen.

Der Energie-Atlas Bayern sammelt den Stand der Energiewende auf einer Bayernkarte.

Was bringt ein Energienutzungsplan?

Der Energienutzungsplan der Stadt Germering
 → schafft ein übergreifendes Gesamtkonzept für die energetische Entwicklung der Stadt
 → fördert die effiziente Nutzung von möglichen Energiepotenzialen wie z.B. einer Abwärmenutzung mit sinnvollen Wärmekonzepten
 → liefert Impulse für gemeinschaftliche energetische Versorgungskonzepte
 → stellt wertvolle Grundlagen für Entscheidungen über einergieeinsparende Renovierungsmaßnahmen oder alternative Versorgungskonzepte bereit

Ziel des Projekts ist ein nachhaltiger Umgang mit endlichen Ressourcen, verstärkte Maßnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen mithilfe von regenerativen Energieträgern und die kommunale Umsetzung der Energiewende. Inbesondere die Wärmeversorgung hängt zum großen Teil noch von fossilen Energieträgern ab. Mithilfe des Energienutzungsplans werden Möglichkeiten gezeigt, damit auch eine Wärmewende gelingen kann.

Zudem sollen durch den Energienutzungsplan verstärkt ganzheitliche und koordinierte Konzepte umgesetzt werden. Durch die Nutzung sogenannter Synergieeffekte, also sich gegenseitig verstärkende Effekte, steigt die Effizienz einzelner Vorhaben, die sonst meist nur einzeln betrachtet und umgesetzt werden.

Nähere Informationen zu Energienutzungsplänen, ihre Vorteile und Beispiele, wie ein Energienutzungsplan aussehen kann, finden Sie im Energieatlas Bayern. Damit Sie sich ein Bild machen können, finden Sie hier exemplarisch den Energienutzungsplan der Stadt Fürstenfeldbruck.

Aktuelles Konzept für die Erstellung des Energienutzungsplans

Wie läuft die Erstellung ab?

Die Erstellung des Energienutzungsplans gliedert sich in fünf Hauptphasen:

Phase 1: Energie- und CO2-Bilanz - in Bearbeitung
Der energetische IST-Zustand der Stadt wird erfasst und nach den Verbrauchergruppen private Haushalte, Gewerbe/Handel/Industrie und kommunale Liegenschaften unterteilt. Zusätzlich werden die verschiedenen Energieträger (vor allem Gas, Heizöl, Fernwärme und Strom) dokumentiert. Abschließend wird eine CO2-Bilanz für Wärme und Strom aus den Verbräuchen erstellt.

Phase 2: Szenarien- und Potenzialanalyse - noch nicht begonnen
Die Energieeffizienz- und Energieeinsparmöglichkeiten werden berechnet und ermittelt. Außerdem werden das Potenzial zur Nutzung erneuerbarer Energien für Strom- und Wärmegewinnung bewertet. Darauf aufbauend werden verschiedene Zukunftsszenarien entwickelt, die auch zukünftige Entwicklungsflächen einschließt.

Konzept aus dem Sachvortrag im USEA vom 01.12.2021

Phase 3: Wärmekataster & Szenarienbewertung - noch nicht begonnen
Ein Wärmekataster (sprich: eine Karte für den Wärmebedarf) wird auf Basis des stadtinterne Geoinformationssystems (GIS) erarbeitet. Daraus leitet das ISE den Wärmebedarf für einzelne Gebiete ab. Diese sogenannte Wärmebelegungsdichte ist die Grundlage, um das Potenzial möglicher Wärmeverbünde (sprich: Nah- und Fernwärmenetze) abzuschätzen. Außerdem bietet das Wärmekataster die Möglichkeit, verschiedene Sanierungsszenarien zu errechnen und auf einer Karte darzustellen.

Phase 4: Schwerpunktprojekte - noch nicht begonnen
Einzelne Schwerpunktprojekte der Stadt werden gesamtheitlich detaillierter betrachtet. Diese sind
  Quartiersversorgung "Kreuzlinger Feld"
  Ausbau des Nah- und Fernwärmenetzes
 Niedertemperaturnetz "Wärmesysteme 4.0"
  Nutzung von Tiefengeothermie
  Infrastruktur für Elektromobilität
  Energiemonitoringkonzept für kommunale Gebäude
  Bestandsbau Kleinfeldschule

Phase 5: Maßnahmenkatalog - noch nicht begonnen
Die ersten vier Phasen sind die Grundlage für einen konkreten Maßnahmenkatalog, welcher der Stadt Germering als Entscheidungsgrundlage für die Umsetzung dient.

Wie wird die Öffentlichkeit beteiligt?

Die Erarbeitung des Energienutzungsplans wird von einem Lenkungskreis begleitet, der sich in regelmäßigen Abständen trifft und weitere, strategische Entscheidungen fällt. Die Mitglieder dieser Steuerungsgruppe bestehen aus Vertreter*innen des Stadtrates, des Umweltbeirats sowie der Verwaltung.

Mit dieser Webseite, Pressemitteilungen und mit Zwischen- und Abschlussberichten begleiten wir das Projekt. Leider verhindert die Pandemie derzeit Veranstaltungen, an denen das Projekt und die Entwicklung des Energienutzungsplans gezeigt werden könnte.

Das Projekt und die Ergebnisse werden in einem Zwischen- sowie Endbericht in einer öffentlichen Stadtratssitzung vorgestellt. Den Sachvortrag im Umwelt- und Stadtentwicklungsausschuss vom 01.12.2020 finden Sie hier.

Wie lange läuft das Projekt?

Die Erstellung des Energienutzungsplans hat im Januar 2021 begonnen. Die Bearbeitung wird voraussichtlich ein Jahr dauern.

Die Umsetzung des Maßnahmenkatalogs ist nicht mehr Teil des Energienutzungsplans. Durch die klar definierten Schwerpunkteprojekte der Stadt Germering werden diese jedoch konkret vorangetrieben. Sobald der Maßnahmenkatalog fertiggestellt ist, werden die nächste Schritte geplant.

Wer erstellt den Energienutzungsplan?

Das Institut für Systeme Energieberatung GmbH (ISE) ist ein An-Institut der Hochschule Landshut. Das ISE erstellt Energienutzungspläne, Energieeffizienzkonzepte, aber auch Energie- und Klimaschutzkonzepte. 

Die ERDWERK GmbH ist ein unabhängiges Planungsbüro für u.a. geologische, hydrogeologische und natürlich geothermische Fragestellungen. Die ERDWERK GmbH bearbeitet als Unterauftragnehmerin das Schwerpunktprojekt Tiefengeothermie.

Wichtige Informationen der Stadt

Die Stadtverwaltung ist zu den allgemeinen Öffnungszeiten telefonisch erreichbar: Montag bis Freitag, jeweils von 8.00 bis 12.00 Uhr und zusätzlich am Montag von 14 bis 18 Uhr.

Ein persönlicher Besuch ist nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich. Vereinbaren Sie bitte telefonisch, online oder per E-Mail einen Termin mit Ihrer zuständigen Stelle in der Stadtverwaltung. Weitere Informationen dazu erhalten Sie hier.

Online-Terminvereinbarung Passamt
Online-Terminvereinbarung Einwohnermeldeamt

Bitte denken Sie daran, während Ihres Besuchs einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Wir bitten Sie dringend, eine FFP2-Maske zu tragen

Bitte prüfen Sie, ob Sie Ihr Anliegen - anstatt persönlich - nicht auch bequem von zuhause aus z. B. über das Bürgerservice-Portal auf www.germering.de oder schriftlich (gerne auch per E-Mail) erledigen bzw. beantragen können. Für Rückfragen steht Ihnen die zuständige Stelle in der Stadtverwaltung (s. o.) gerne zur Verfügung.

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