Unser Leitgedanke

 

 

„ Hilf mir, es selbst zu tun.“

Maria Montessori

 Kinder sind neugierig und bestrebt, diese Welt mit ihrer eigenen Dynamik zu entdecken. Wir fördern diese Experimentier-bereitschaft und Grundmotivation, indem wir den Kindern die eigene Aktion nicht abnehmen, auch wenn ein Misslingen bevorsteht! Kinder  lernen am nachhaltigsten durch eigenes Tun und nicht durch kognitive Erklärung (Learning by doing). Selbsterlebte Erfahrungen, positiv wie negativ, prägen sich ein, stärken das Selbstbewusstsein des Kindes und fördern die Kompetenzen. Unterstützung erfahren die Kinder, wenn ein konkreter Bedarf oder eine Gefährdung besteht. Wir können den Kindern eine ganze Menge zutrauen und haben den Mut dazu! Die daraus erworbene Handlungskompetenz befähigt das Kind alltägliche, lebenspraktische Komplikationen und Situationen selbständig zu lösen.

 

 

 

Unser Leitbild

 

Basiskompetenzen

 

Im Nachfolgenden werden die Basiskompetenzen in Anlehnung an den Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan aufgezeigt. Sie wurden aus dem Bildungsplan wie folgt übernommen:

 

Um die gesamte Persönlichkeit der Kinder zu bilden, unterstützen und fördern wir, auf Grundlage einer abendländlichen, humanistischen und christlichen Prägung folgende Basiskompetenzen:

 

·    die Entwicklung von freiheitlich-demokratischen,

     religiösen, sittlichen und sozialen Werthaltungen

·    den Erwerb von personalen, motivationalen, kognitiven,

     physischen und sozialen Kompetenzen

·    das Lernen des Lernen

·    die Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme, sowie
     zur aktiven Beteiligung an Entscheidungen

·    die Entwicklung von Widerstandsfähigkeit

·    die musischen Kräfte

      ·    die Kreativität

 

 

 

 

Ich bin einzigartig

 

Die uns anvertrauten Kinder nehmen wir in ihrer eigenen Persön-lichkeit an, wertschätzen ihre eigenen Fähigkeiten, unterstützen sie in ihren ganz persönlichen Entwicklungsschritten, in ihrem eigenen Tempo, mit ihren individuellen Interessen.

 

Ziel unserer Arbeit ist es, jedem Kind

 

  • Bestmögliche Entwicklungs- und Bildungschancen zu vermitteln

 

  • Allgemeine und individuelle erzieherische Hilfen anzubieten

 

  • Die Persönlichkeitsentfaltung sowie soziale Verhaltensweisen zu fördern

 

  • Bei Entwicklungsverzögerung oder -auffälligkeit Förderung zu ermöglichen (in Zusammenarbeit mit den entsprechenden Fachstellen)

 

  • Den Übergang von Krippe zum Kindergarten positiv zu gestalten

 

 

 

Unsere Kindertagesstätte arbeitet auf der Basis einer ganzheit-lichen elementaren Erziehung und Bildung und alters- und entwicklungsgemäßen Betreuung. Unsere kindgerechte Aus-stattung, aber auch die konstruktive und liebevolle Arbeits-atmosphäre wecken kindliche Neugier, Interesse und Motivation und fördern kindliche Aktivitäten und Selbstbewusstsein. Sie unterstützen die Kinder in ihrer Persönlichkeitsentwicklung, beim Lernen als auch bei der Einschätzung und Bewertung ihres eigenen Handelns auf vielerlei Weise. In anregender kommunikativer Umgebung bieten wir sowohl Freiräume zur Entfaltung eigener Kreativität und zur Wahrnehmung eigener Aktionsfähigkeiten, gleichermaßen wie Möglichkeiten des Rückzugs und die Erfahrung von klaren Grenzen, Riten und Regeln, welche Kinder zur Orientierung und Sicherheit unabdingbar benötigen. Wir achten darauf, dass die Kinder nicht mit Spielzeug überfrachtet werden und fördern die Kreativität der Kinder durch bewusste Angebote mit Rollenspiel sowie mit Alltags- und Naturmaterialien. Besonders wichtig ist für uns die aktive Sprachförderung in jeder Altersphase.

 

 

Unsere pädagogischen Ziele

 

Ich bin wer

 
Selbstwahrnehmung Körper-Geist-Empathie

 

Es ist ein Zeichen von Reife und Lebenskompetenz, wenn ein (kleiner wie großer) Mensch in der Lage ist, seine eigenen Wünsche wahrzunehmen, die Bereitschaft für weitere Aktivitäten zu erkennen und für Neues wieder offen zu sein. Eigene Gefühle wie Freude, Frust, Wut und Trauer müssen Kindern erst einmal bewusst werden, um dann selbst Strategien zu entwickeln, wie sie damit umgehen können. Das pädagogische Personal unterstützt diesen Entwicklungsschritt, indem sie das Kind ernst nehmen und sie als Vorbilder und Trainingspartner hilfreich zur Seite stehen. Durch Zuwendung und Geborgenheit erlebt ein Kind Sicherheit und hat dadurch die Möglichkeit, sich selbst wahrzunehmen. Wenn die eigenen Gefühle erkannt werden und die Fähigkeit besteht, diese mitzuteilen, entwickelt sich ein positives Selbstbild. Dies ist wichtig, damit sich das Kind in seiner Persönlichkeit selbst annehmen und akzeptieren kann. Ein Kind erkennt durch die Möglichkeit der Partizipation/Beteiligung im Alltag und das Tragen der daraus entstandenen Konsequenzen, dass seine Wünsche vom Gegenüber respektiert werden.

 

  •  Jüngere Kinder brauchen umso mehr den Körperkontakt zum Erwachsenen um Sicherheit zu spüren
  • Mit der Frage nach Hunger, Durst oder einem Toilettengang lernt es seine grundlegenden Bedürfnisse bewusst wahrzunehmen und mitzuteilen

 

 

Körperwahrnehmung

 

Wir unterstützen die grob- und feinmotorische Entwicklung durch altersentsprechende Aufgaben (z.B. das An- & Ausziehen), Bewegungsangebote, Entspannungsphasen, Gartenaufenthalte und Freiräume im Alltag. Die Kinder verinnerlichen durch Anregung und Regelmäßigkeit grundlegende Hygienemaßnahmen. Im Rahmen unserer ganzheitlichen Gesundheitsbildung legen wir besonderen Wert auf gesunde und ausgewogene Ernährung.

Eine Wertschätzung für Lebensmittel lernen die Kinder durch einen gelebten, achtsamen und sorgfältigen Umgang.
 

  • Die Kinder erfahren unterschiedlichen Geschmack und Beschaffenheit von Lebensmitteln
  • Wir helfen den Kindern in der Sauberkeitsentwicklung. Erinnern immer wieder daran, einmal zu spüren, ob sie die Toilette aufsuchen müssen. „Ist meine Windel voll?“

 

 

Ich kann was

 

Wertevermittlung

 

Kinder benötigen Vorbilder und Orientierung, um sich in unserer komplexen Welt orientieren zu können. Indem wir unser Menschenbild leben, vermitteln wir Ihnen „Du bist uns wichtig!“ und „So wie du bist, nehme ich dich an!“.

  • Sie werden durch Nachahmung an das Beobachten und Wertschätzen von anderen Kindern, Erwachsenen und Tieren herangeführt
  • Krippenkinder erfahren im Miteinander, dass ein anderes Kind, ein anderer Mensch dieselben Rechte hat, wie sie selbst. Liebevoll vermitteln wir ihnen z.B. in Konflikt-situationen soziales Verhalten und Akzeptanz.

     

  • Lernen zu lernen und kognitive Kompetenz

     

    Immer wiederkehrende lebenspraktische Vorgänge und verschiedene Techniken erproben die Kinder selbst. Größere Kinder motivieren die Kleineren mit ihrem Können, zur Nachahmung. Neugierde an der Welt und den Dingen des Alltags ist der Auslöser für aktives Handeln.

     

  • Wir lassen die Kinder experimentieren und alleine ausprobieren. Wie viel Wasser passt ins Glas?
  • „Ich alleine!“ sind die Worte der kleinen Forscher und Entdecker. Selber tun!
  • Durch ständigen Dialog erwirbt das Kind kognitive Kompetenzen. Unsere pädagogische Arbeit bietet Freiräume für die eigene Phantasie und Kreativität des Kindes. Dadurch werden die Denkfähigkeit und das Gedächtnis geschult. Indem das Kind selber Möglichkeiten der Problemlösung findet und sich damit auseinandersetzt, lernt es, seine Umwelt differenziert wahrzunehmen.

     

  • Krippenkinder lernen kleine Lieder und Fingerspiele, z.B. Zehn kleine Zappelmänner…
  • Gegenstände zu erkennen und zu benennen, fördert das kognitive Wissen

 

 

Motivationale Kompetenz

 

Durch Vorbilder und adäquate Anleitung entwickelt das Kind im täglichen Miteinander Selbstvertrauen in seine eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen. Dabei kann es sich und seine Handlungen erleben und reflektieren.

 

Es erfährt Anerkennung in seinen Leistungen und Wertschätzung des eigenen Ichs. Zeit, Lob und Erfahrungen befähigen das Kind, eigene Motivation zu entwickeln. Es kann Gelerntes festigen und nicht Gelungenes neu ausprobieren.

–   Kleinkinder werden nicht müde, immer wieder lebenspraktische Tätigkeiten, wie

    Schuhe an – und ausziehen, zu erforschen und einzuüben

–   Sie versuchen beständig, die ersten Schritte allein zu gehen, auch ein Misslingen

    hält sie nicht davon ab

 

Ich komme mit mir und anderen zurecht

 

Sozialkompetenz

 

Das soziale Miteinander wird ständig neu erprobt. Die Kinder lernen, ihre Konflikte selbst zu lösen, Kompromisse zu finden und gemeinsam neue Ziele zu vereinbaren. Aus vielen eigenen Erfahrungen ziehen sie Erkenntnisse, welches Verhaltensmuster für die jeweilige Situation den gewünschten Erfolg verspricht. Dabei sind wir pädagogische Kräfte Beobachter und je nach Alter und Entwicklung des Kindes Vermittler.

–   Was macht das Kind da neben mir? Kann ich das auch probieren?

–   Meine Wünsche müssen auch mal warten können

–   Die anderen Kinder gehören auch in die Gruppe. Ich bin nicht das einzige Kind hier

 

Widerstand, Resilienz, Selbstregulation und positive Lebenzkompetenz angesichts schwieriger (Lebens-) Situationen

 

Ein sicheres strukturiertes Umfeld bringt eine Atmosphäre hervor, in der ein Kind Orientierung und Hilfe erfährt, um im Alltag Veränderungen und Belastungen bewältigen zu können und selbstständig Lösungsstrategien zu entwickeln.

 

–   Der Ball ist weggerollt. Was kann ich machen?

–   Eine „fremde“ Person kommt in meinen Raum. Muss ich weinen?

 

 

Partizipation – mitbestimmen und mitentscheiden

Regeln, Grenzen und demokratische Teilhabe

 

Regeln und Grenzen sind nötig, um miteinander in einer Gemeinschaft leben zu können und dienen den Kindern als Orientierungshilfe für die Vermittlung von Werten.

 

 

 

Sie erleben uns Erwachsene als Vorbilder und bemerken akribisch, wenn unsere Forderungen an sie, von uns selbst nicht eingehalten werden. Darum ist die Einhaltung von Regeln in der Erziehung und Bildung sehr wichtig!

 

Die Regeln in unserem Haus werden mit den Kindern klar besprochen und ggf. gemeinsam geändert.

 

 

 

Alltägliche Rituale geben dem Kind Orientierung und Sicherheit im Umgang mit Grenzen und Regeln. Wenn Grenzen und Freiräume für Kinder klar strukturiert sind, entsteht die Bereitschaft zu lernen, sich (demokratisch) in der Gruppe einzubringen, um gleichberechtigt an einer Gemeinschaft teilzuhaben.

 

Im Gespräch und im aktiven Tun mit Spielpartnern erlernen Kinder Demokratie, Partizipation, freie Meinungsäußerung, das Akzeptieren anderer Meinungen und das Eingehen von Kompromissen.

 

Wir stellen immer wieder fest, dass ein ausgewogenes sich Durchsetzen oder Nachgeben im freien Spiel der Kinder stattfindet und als Basis für eine demokratische Teilhabe im Gruppenprozess dient.

 

 

 

  • Kleine Kinder können sich zunächst entwicklungsbedingt immer nur als Mittelpunkt erleben. Langsam werden sie jedoch an ein Miteinander in einer Gruppe herangeführt

 

  • Gemeinsam und gleichberechtigt erkunden wir alles Neue: den Garten, die Toiletten, gemeinsames Essen, das nahe Umfeld …

 

 

 

Individuelle Förderung - Dokumentation

 

Das Kind gestaltet, entsprechend seinem Entwicklungsstand, seine Bildung von Anfang an aktiv mit. Wir bieten den Kindern ein anregendes Lernumfeld. Durch spezielle Lernangebote erwerben Kinder, anhand der Bildungs- und Erziehungsziele, Basiskompetenzen und entwickeln diese weiter.

Die Pädagog*innen fördern die Kinder individuell und ganzheitlich, entsprechend ihrer sozialen, kognitiven, emotionalen und körperlichen Entwicklung. Sie begleiten und beobachten das einzelne Kind in seinem Entwicklungsverlauf und dokumentieren diesen. Hierbei arbeitet das pädagogische Personal partnerschaftlich mit den primär für die Erziehung verantwortlichen Eltern zusammen. In regelmäßigen Gesprächen werden die Eltern über die Entwicklung ihrer Kinder informiert

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