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Trockenheit

Häufigere Trockenperioden in Kombination mit hohen Temperaturen können Pflanzen unter Trockenstress setzen. Besonders davon betroffen ist die Landwirtschaft. In den vergangenen Jahren gab es in der Region deswegen teilweise erhebliche Ernteeinbußen.

Ausschnitt aus der Analyse zur Trockenheit in der Landwirtschaft.

Im Rahmen des Germeringer Klimaanpassungskonzepts (KLAK) wurde untersucht, wie gut die landwirtschaftlich genutzten Böden rund um Germering Wasser speichern können und wie gut sie ans Grundwasser angebunden sind. Es zeigt sich, dass mehr als die Hälfte der dieser Flächen ein erhöhtes Risiko für Trockenstress aufweisen. Positiv ist hingegen, dass das Risiko für Trockenstress auf den Waldflächen in Germering relativ niedrig ist. Mehr Informationen dazu finden Sie im Endbericht des KLAK und den dazugehörigen Karten.

Bei der Interpretation der Ergebnisse dieser Untersuchungen ist immer zu berücksichtigen, dass die Bewirtschaftung entscheidend ist, wie stark sich Trockenheit tatsächlich auswirkt. In der Landwirtschaft spielen beispielsweise die jeweilige Sorte der Kultur, die Fruchtfolge oder die Bodenbearbeitung eine große Rolle. Auch die Vorwitterung im Frühjahr ist oftmals entscheidend.

Besonders gefährdet gegenüber Trockenheit sind außerdem Stadtbäume. Entlang von Straßen und Plätzen steht ihnen oftmals zu wenig Wurzelraum zur Verfügung. Zudem macht ihnen Hitze in einem stark versiegelten Umfeld zu schaffen. Trockenstress äußert sich z.B. in kleineren Blättern, einem frühen Laubabwurf und kahle Äste an der Baumspitze. Lang andauernder Stress kann aber auch zum Absterben großer Äste oder ganzer Bäume führen. Von den insgesamt rund 7500 Stadtbäumen, welche die Stadt Germering pflegt, mussten seit 2017 mehr als 200 u.a. aufgrund von Trockenstress gefällt werden.

Die Stadt Germering ergreift bereits einige Maßnahmen zum Schutz der Stadtbäume vor Trockenstress. Beispielsweise werden v.a. jüngere Bäume in den ersten Jahren regelmäßig bewässert. Baumscheiben werden seltener und mit höherer Stufe gemäht, damit weniger Wasser von der Bodenoberfläche verdunstet. Die Stämme von Jungbäumen werden zum Schutz vor Hitze in Schilfmatten gepackt oder weiß angestrichen. Bei Neupflanzungen setzt die Stadt ausschließlich auf trocken- und hitzetolerante Bäume.

Auch die Germeringer Privatgärten sind zunehmender Trockenheit ausgesetzt. Um Ihren Garten vor den Folgen von Trockenheit zu schützen, können Sie folgende Maßnahmen ergreifen:

  • Bewässerung des Gartens mit gespeichertem Regenwasser 
  • Speicherung von möglichst viel Regenwasser in Regentonnen oder Zisternen 
  • Anlegen von hochstehenden Blühwiesen und seltene Mahd
  • Möglichst großflächige Beschattung des Gartens durch Bäume
  • Anlage verschiedener Strukturen z.B. mit Hecken und Sträuchern, um Austrocknung durch Wind zu reduzieren
  • Trockenverträgliche Pflanzen anbauen 

Nutzen Sie dazu auch unser Förderprogramm zur Begrünung und Entsiegelung.

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