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Ein Nachmittag mit Pfeil und Bogen
Sirrr!
Juhu, genau in die rote Mitte der koreanischen Zielscheibe! Diese ist nur eine von vielen, auf die wir am 6. August mit Pfeil und Bogen schießen durften. Veranstaltet wurde der gelungene Nachmittag vom Bogenclub an der Keltenschanze am Parsberg beim Germeringer See. In kleine Gruppen aufgeteilt zielten wir aus fünf Metern Entfernung auf eine ca. 70 cm große Zielscheibe. Jetzt hieß es Arm ausstrecken, nach Vorne beugen, die Sehne bis an die Wange ziehen, über die Pfeilspitze zielen und schießen. Später wurde dann aus zehn Metern Entfernung geschossen.. Als wir eineinhalb Stunden lang geübt hatten, wurde eine kleine Pause mit Verpflegung eingelegt.
Nun starteten wir das Turnier. Jede der vier Gruppen hatte ihren eigenen Startpunkt. Bei allen sechs Stationen gab es Punkte zu vergeben, die später addiert wurden. Man hatte jeweils drei Pfeile zur Verfügung. Wir starteten bei der Koreanischen Zielscheibe, die auf einem Hügel stand. Hierbei wurde dreimal auf eine 30 Zentimeter große, rote Zielscheibe geschossen. Jeder Treffer brachte fünf Punkte, hier wurde aus elf Metern Entfernung geschossen - zum Vergleich - die Koreaner schießen aus 180 Metern Entfernung auf diese Scheibe!!!
Die zweite Station bestand aus zwölf kleinen Zielscheiben, bei denen es maximal je fünf Punkte zu holen gab. Eine 110 Zentimeter große Scheibe, bei der die Mitte zehn Punkte und jeder weitere Ring nach außen einen Punkt weniger brachte, durften wir bei Station drei unter Beschuss nehmen. Bei Station vier konnten wir einen Uhu aus Pappe "erlegen". An Station fünf galt es, eine "Witz-Scheibe" zu treffen, bei der man sogar Minuspunkte bekommen konnte. Maximal zehn Punkte pro Schuss auf eine selbstgemalte Blume konnte man an Station sechs ergattern.
Geschossen wurde an diesem Tag mit Übungsbogen, die aber einem selbstgebauten Bogen aus Holz kaum mehr ähnlich sahen. Er besteht aus drei Teilen, kann auseinandergenommen werden und die Sehne aus Kunststoff muss vor dem Schießen erst eingespannt werden. Es gibt auch noch andere Bögen, mit vielen Zielvorrichtungen, z.B. einem Zielfernrohr. Die modernen Bögen schießen sehr weit, der Weltrekord liegt bei über einem Kilometer!
Anschließend wurde noch die Siegerehrung abgehalten, aber die Preise, darunter Puzzles und Rucksäcke, wurden verlost.
Einziger Wehrmutstropfen war der einsetzende Regen, der aber keineswegs die Lust am Schießen nahm. Es war ein sehr gelungener, interessanter Nachmittag, an dem nächstes Jahr sicher wieder viele am Bogensport interessierte Kinder und Jugendliche teilnehmen werden.
Florian Sälzle
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