Ab in die Steinzeit

Am Dienstag, 03.09.2002 fuhren wir zum Federsee-Museum bei Bad Buchau. Die Fahrt dorthin dauerte zweieinhalb Stunden. Das Museum ist in einen mittelgroßen Teich gebaut. Zuerst mussten wir unser Gepäck in einem Raum deponieren. Nun ging die Führung durch das Museum endlich los. Wolfgang war unser Museumsführer. Wir nahmen neben einem typischen Nomadenzelt, auf Schaf- oder Rentierfellen Platz. Nun begann endlich die Zeitreise! Wolfgang erzählte uns viel; z. B., wie man damals Tiere gefangen hat, und dass es sehr kalt gewesen sein soll, aber auch wie man Feuer machte. Wir schauten uns danach das Museum genauer an, wo auch das in Europa gefundene Rad, 6.000 Jahre alt, aufbewahrt wird. Es war eine tolle und interessante Führung.
 
Jetzt verließen wir den Museumsraum und begaben uns nach draußen, dort ist eine rekonstruierte Siedlung von sesshaften Nomaden aufgebaut. Wir setzten uns zur Feuerstelle unter einem Zelt. Jeder durfte versuchen mit Feuerstein, Zunder und Stroh, Feuer zu machen. Keiner der Kinder schaffte es. Zum Glück hatten wir Renate, eine Betreuerin dabei, die es dreimal hintereinander gelang, aber die Glut ging beim Hineinlegen in das Stroh aus. Also mussten wir wegen der schlechten Witterungsverhältnisse mogeln. Wir nahmen ein Feuerzeug. Nun musste man mit Feuersteinen das Gemüse schneiden und in den Topf am Feuer geben. Zum Beispiel gab es Gelbe Rüben, Sellerie, Lauch, Weizen, Speck und Petersilie. Jetzt hieß es warten bis der Eintopf gekocht war. In der Zwischenzeit machten wir Lederbeutel, wie die Steinzeitmenschen vor uns. Dabei passten die Betreuer auf das Mittagessen auf. Wir bekamen nun ein Stück Ziegenleder und ritzen daraus so gut es ging einen Kreis. Nun mussten wir 12 Löcher in gleichmäßigen Abständen am Rand einritzen. Wir nahmen uns zwei Bastfäden und machten daraus eine Kordel und steckten diese durch die Löcher und zogen das Leder zu einem Beutel zusammen. Als wir mit dem Lederbeutel fertig waren, begaben wir uns zum Mittagessen. Wir setzten uns um die Feuerstelle und aßen den Gemüseeintopf, ohne Löffel, mit Mohnfladenbrot. Als Nachspeise gab es Äpfel und Haselnüsse. Frisch gestärkt gingen wir zu einem rekonstruierten Steinzeithaus und betrachteten es. Danach gingen wir zum Kanu fahren, der angekündigten Überraschung, und fuhren auf dem Teich um das Museum herum. Anschließend konnten wir Speerschleuderwerfen üben, das nicht einfach war. Wer den Strohballen getroffen hat, hätte damals ein richtiges Rentier erlegt.
 
Darauf verließen wir das Museum und gingen nun als Abrundung des Tages auf einem sehr langen Steg zum Federsee. Wir wanderten alle zurück zum Bus um nach Hause zu fahren. Auf einer Raststätte gab es wieder die tolle Tombola!!!
 
Vielen Dank an die Betreuer für den coooooolen Tag.
 
Ich finde es sehr schade, dass sich nur 27 von 40 möglichen Kindern angemeldet haben!!!

Martin Staudt, 13 Jahre

Wann sagt der Japaner
"Guten Morgen"?
 
(nnak hcstued re nnew)

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