Walderlebniszentrum Grünwald

Erlebnistour durch den Wald

Rucksack

Um Punkt 8 Uhr 22 fährt ein Bus mit 18 Kinder Richtung Walderlebniszentrum Grünwald ab. Der Bus fährt uns mitten durch München und setzt uns schließlich an einem Waldweg, wo er nicht mehr weiterfahren kann, ab. Wir wandern den Weg entlang und erreichen ein Wildschweingehege. Gleich daneben ist das Forsthaus. Im Hof neben einem Teich, warten Katrin und Michael auf uns. Sie begrüßen uns und Katrin erzählt uns, dass wir heute zu den Wildschweinen gehen, an zwei Teichen mit Käschern fischen, im Wald Spiele machen, bei der Wildschweinfütterung zusehen und Nistkästen bauen werden. Dann geht's auch schon los. Zuerst zu unsren grunzenden Freunden: "Im Moment sind 25 Wildschweine im Gehege. Das älteste Schwein ist eine Bache mit 5 Jahren. Das älteste männliche Tier ist Napoleon. Er ist vier Jahre alt und wurde von Menschen aufgezogen", erklärt Katrin.
 
Michael holt schnell noch ein paar Käscher aus der Werkstatt, dann spazieren wir zu den Teichen. Dort bekommen wir Lupengläser und dürfen Wassertiere fischen. Es kommt einiges zusammen: Frösche, Quappen, Wasserläufer, Molche, Kröten, Rückenschwimmer und anderes Viehzeugs. Als ich versuche einen Frosch einzufangen, fällt mein Block ins Wasser. Daher kann ich leider keine genauen Angaben mehr machen. Na ja, jedenfalls geht's jetzt weiter zu einem Erlebnispfad. Das ist ein kleiner, mit Baumstämmen eingegrenzter Rundlauf. Man muss sich die Augen verbinden lassen und sich von einem anderen über Fliesen, Steine, Kies, Holzleisten, Waldboden, Sand und Mulch führen lassen. Während die einen sich führen lassen, machen die anderen Brotzeit. Drei Jungen wollen unbedingt die Führung übernehmen. Nachdem wir ein Stück im Wald herumgeirrt sind, führen Michael und Katrin uns auf den Weg zurück. Jetzt wollen sie mit uns ein Spiel spielen. Es geht genauso wie "Räuber und Gendarm", bloß, dass es "Wolf und Reh" heißt. Nach zwei Durchgängen laufen wir weiter in den Wald hinein. Aber bald hält Katrin uns an, denn sie hat noch ein Spiel vorbereitet. Wir müssen Paare bilden. Jeder verbindet seinem Partner die Augen und führt ihn auf Umwegen zu einem Baum, den der Partner so genau abtasten muss, dass er ihn später wiederfinden kann. Das Spiel erweist sich als verdammt schwere Tastübung. "Wir müssen langsam zurück, sonst können wir keine Nistkästen mehr bauen", meint Michael.
 
Wir sind kaum 15 Minuten gelaufen, als wir wieder ein Spiel machen. Man muss sich an einen Mitspieler anschleichen und ihn abklatschen. Das "Reh" hat verbundene Augen und kann sich nur mit einem Wasserzerstäuber gegen die "Luchse" wehren. Danach betrachten wir den Wald mit Hilfe eines Spiegels aus Ameisenperspektive. Später, nachdem wir noch ein paar selbstgefangene Waldtiere unter die Lupe genommen und Nistkäsen gebaut haben, geht's heimwärts - jeder mit seinem Nistkasten.

Sophie Sedlmeier

Wald

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