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Am Samstag, den 7.9.2002 fuhren wir, ca. 40 Kinder, die am Ferienprogramm der Stadt Germering teilnahmen, bereits um 7 Uhr mit dem Bus ins Altmühltal zur Arndthöhle. Am Anfang mussten wir eine ca. 5 Meter tiefe mit Laub bedeckte Treppe steil hinuntergehen. Je tiefer wir kamen, desto dunkler wurde es. Deshalb mussten wir bald unsere mitgebrachten Taschenlampen anknipsen, um den Weg zu sehen. Am Ende der Treppe führte ein niedriger Gang zu einem Loch, wo Wasser versickerte. Wir durften dort einige Zeit bleiben und uns alles genau anschauen. Sehr interessant waren z. B. die Wände, die aussahen wie Wachs, aber aus Kalkstein waren. Es war aber verboten noch tiefer in die Höhle über andere Gänge einzudringen, weil man sich schnell verlaufen kann.
Nach einer kurzen weiteren Busfahrt erreichten wir den Zufahrtsweg zur zweiten Höhle, für den man zum Befahren eine besondere Genehmigung vom Staat braucht. Unser Bus hatte eine solche Genehmigung. Im Wald ein gutes Stück vom Eingang der Höhlen entfernten machten wir zunächst eine Mittagspause und stärkten uns mit unserem mitgebrachten Essen. Eine der Betreuerinnen erklärte uns unterdessen, wie deren Beleuchtung am Helm funktioniert. Dort brennt nämlich eine offene Flamme, die durch eine Gaszufuhr weiter "Nahrung" erhält.
Jetzt gingen wir zu einer Höhle, wo früher nach Eisenerz gesucht wurde. Über einen kleinen Weg, auf dem viele morsche Äste lagen erreichten wir schließlich die letzte und größte Höhle. Vor dem Eingang machten die Betreuer noch ein Foto von uns wie wir sauber aussehen, später wurde ein weiteres gemacht, wo wir total dreckig waren. Gleich am Anfang war nämlich ein riesiger Lehm- oder Matschsee, wo es sogar gefährlich ist zu lange an der gleichen Stelle stehen zu bleiben, weil man dort so einsacken kann, dass man nicht mehr rauskommt. Danach kam eine ca. 2,50 m hohe Wand, die wir hinauf mussten. Mit Hilfe der Betreuer haben es alle Kinder geschafft. Weiter ging es wieder durch Matsch und Lehm. Manchmal mussten Betreuer Kindern, die z. Teil bis zu den Knien feststeckten aus dem Matsch helfen.
Einige Male konnte man sich auch nur auf allen vieren fortbewegen, weil man wegen überhängender Steine nicht mehr aufrecht stehen konnte. An den Seiten des Weges konnte man im Schein der Taschenlampe wunderschöne zu Säulen geformte Tropfsteine sehen.
Zurück am Bus mussten wir uns erst einmal alle umziehen, weil wir über und über voll Lehm waren. Meine Mama war zu Hause richtig entsetzt und sie sagte soviel Dreck an der Wäsche hätte sie noch nie gesehen. Trotzdem war es für mich ein sehr schönes Erlebnis.
Tobi Köhler, 7 Jahre
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