Der Vesuv und andere Vulkane

Vulkane gibt es auf der ganzen Welt. Am bekanntesten in Europa ist wohl der Vesuv und der Ätna, die beide in Italien liegen.
 
Man unterscheidet tote Vulkane, schlafende und aktive Vulkane. Unter schlafend versteht man, dass der Vulkan derzeit ruht, aber jederzeit ausbrechen kann. Ein schlafender Vulkan kann auch "schnarchen", d.h. kleine Erdstösse auslösen. Der Vesuv z.B. ist ein schlafender Vulkan.
 
Vor einem Ausbruch stößt der Vulkan Rauchwolken aus, später folgt ein Asche- und Bims-/Kieselsteinregen. Die Rauchwolke kann giftigen Schwefel enthalten, der bei Mensch und Tier zum Tod durch ersticken führen kann. Zuletzt tritt die Lava durch einen Schlot an der Bergspitze heraus. Die Lava kann kilometerweit fließen und Häuser, Gärten, Menschen, Tier u.a. unter sich begraben.
 
Vulkane können auch unter Wasser liegen. Bricht ein solcher Unterwasservulkan aus, entsteht eine neue Insel.
 
79 n.Chr. ereignet sich der wohl berühmteste Vulkanausbruch. Der Vesuv begrub die Städte Pompei und Herculaneum mit Asche und Lava. Erst im 18. Jahrhundert begannen Archäologen die verschwundenen Städte wieder auszugraben. Heute können beide Stadtruinen besichtigt werden. Trotz dieses verheerenden Ausbruchs siedeln aber heute am Fuß des Vesuvs wieder Tausende von Menschen, ca. 700.000, weil die Lavaerde äußerst fruchtbar und die Landschaft wunderschön ist.
 
Man kann den Vesuv auch besteigen. Der Aufstieg ist einfach, weil eine Straße bis kurz vor den Krater führt. Um den Krater sehen zu können, muss man noch ein kleines Stück zu Fuß gehen und Glück haben, dass keine Wolke die Sicht nimmt. Der Fußweg führt durch erstarrte Lavafelder, von denen man sich kleine Stück mitnehmen kann. Die Lavastücke schauen aus wie braune Steine, sind aber viel leichter.
 
Der Vesuv gehört zu den am besten bewachten Vulkanen der Welt. Bereits 1845 wurde am Hang des Vulkans eine Überwachungsstation eröffnet, die damals die erste dieser Art weltweit war.

Tobias und Patrick Köhler

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