Ab in die Steinzeit

Nach ungefähr zweieinhalb Stunden Busfahrt waren wir endlich am Steinzeitmuseum Federsee angelangt.
 
Die Führung durch die Steinzeit begann um zehn Uhr. Ach ja, und nicht zu vergessen, am Eingang wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine ging zuerst hinaus zu den Steinzeithäusern. Ich war in der anderen Gruppe, die zuerst das Museum besuchte. Unsere Rucksäcke legten wir in ein dunkles Steinzeithaus aus Lehm mit einem Strohdach und ohne Fenster. Als unsere Gruppe dann endlich im Museum war, gingen wir mit Hanna, unserer Führerin, 1600 Jahre zurück: In die Steinzeit!!! Dort setzten wir uns neben einem Nomadenzelt aus 16 braunen Renntierfellen auf weiche Schaffelle. Nomaden sind Leute, die immer umherziehen.
 
Jeder von uns sollte seinen Namen sagen und auch, auf was er sich am meisten freute. Ich freute mich schon auf die Herstellung eines Lederbeutels. Auch die Betreuer mussten mitmachen. In der Jungsteinzeit wurden die Nomaden sesshaft und bauten sich Häuser.
 
Nachdem wir durch das Museum spaziert waren, gingen wir auch raus. Dort durften die Jungs dann das Feuer für den "Steinzeit-Eintopf" machen. Die Mädchen durften waschen und schneiden (Dies durften allerdings auch die Jungen, denn wir durften ja auch Feuer machen!!!). Das Essen wurde mit scharfen Feuersteinen geschnitten. Es gab lauter gesunde Sachen, Gemüse und Gemüse und nochmal Gemüse und Getreide. Diese Zutaten - es war sogar Sellerie dabei - kamen alle in einen Plastiktopf, wo schon weiße Bohnen und Weizenkörner eingelegt waren. Dieser Topf wurde wieder umgeschüttet, diesmal in einen Eisentopf, der in die Feuerstelle kam. Während der Eintopf köchelte, durfte jeder einen Lederbeutel basteln. Wir drehten dazu eine Kor-del, die wir durch ein rundes Stück ganz weiches Ziegenleder zogen. Stefan, einer unserer Betreuer, passte inzwischen auf das Mittagsessen auf und rührte fleißig um.
 
Wir setzten uns um die Feuerstelle herum und schlemmten unseren oberleckeren Gemüseeintopf. Bei mir zu Hause schmeckt der nie so gut. Dazu gab es Mohn-Fladenbrot. Äpfel und Haselnüsse rundeten das Steinzeit Menü ab.
 
Frisch gestärkt ging es zu den sportlichen Betätigungen. Speerschleuderwerfen war ziemlich schwer. Wer den Strohballen getroffen hat, hätte steinzeitmäßig ein Renntier erlegt - das Abendessen. Wir schauten noch ins Ötzi-Haus. Ötzi ist übrigens an einem Pfeil im Rücken gestorben. Zum Schluss töpferten wir noch einen kleinen Topf. Weil wir so früh fertig waren, gingen wir noch auf einen Steg, der zum Federsee führte.
 
Es war ein cooler, steinzeitmäßiger Ferienanfang - yapadapadoo!

Anja Gemeinhardt, 11 Jahre
 

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