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Weiter führt unsere Reise nach Annaberg-Buchholz. Annaberg-Buchholz steht für die Tradition des Silberbergbaus im Erzgebirge. Die vielen historischen Bauten zeugen von der spannenden Vergangenheit der sächsischen Stadt, in der auch der Rechenkünstler Adam Riese geboren wurde.

Zuerst besuchen wir die zwischen 1499 als katholisches Gotteshaus errichtete und 1539 evangelisch-lutherisch gewordene St. Annenkirche. Es ist eine Hallenkirche mit bewundernswerter mittelalterlicher Baukunst. Sie zählt zu den größten und schönsten ihrer Zeit in Sachsen.  Sie ist das Wahrzeichen der Stadt und weithin sichtbar.

Nach einer Stärkung bewundern wir im Kreativhaus „Der Erzhammer“ in der Schnitz- und Klöppelschule die Kunst des Schnitzen und des Klöppelns. Leider reicht unsere Zeit nicht aus um die Kunst des Schnitzens oder Klöppelns zu erlernen, denn im „Erzhammer“ werden Schnitzkurse in Form eines Schnitzurlaubes angeboten, die für alle geeignet, die sich dafür interessieren. Schon nach einer Woche Schnitzkurs wäre man  in der Lage, Figuren zu skizzieren und zu schnitzen

Einen unerwarteten Höhepunkt unserer Reise bringt uns tags darauf eine „Fahrt mit Dampf auf schmaler Spur“ von Oberwiesenthal nach Neudorf. Wir werden als Ehrengäste vom Chef der Fichtelbergbahn empfangen, denn einer unserer Reiseteilnehmer ist der 2.222.222 Reisegast. Die Glückwünsche und Geschenke nimmt stellvertretend der Organisator der gesamten Reise, unser Hermann Sickinger entgegen. Eine besonders freudige Überraschung steht nun unserem Martin Roth bevor, denn als der Chef der Fichtelbergbahn erfuhr, dass unser Martin mit stolzen 96 Jahren nicht nur der älteste Reiseteilnehmer, sondern Eisenbahner und noch dazu aus der Umgebung stammt, war es keine Frage mehr, wer den Platz auf der Lok einnimmt und den Zug sicher nach Neudorf bringt.
Mit unserem Alteisenbahner in Neudorf sicher angekommen besuchen wir nach einer kleinen Stärkung das Suppenmuseum und machen uns kundig über die Herstellung von Weihrichkarzln.

Im Suppenmuseum ist alles zu finden, was zur Suppe so gehört: Suppenterrinen, Teller, Löffel, Töpfe, Tassen, Suppenbeutel, eine fast komplett eingerichtete alte Küche und vieles mehr.
Texte und Bilder erzählen die Geschichte des Suppenzubehörs und der Suppe an sich. Gewürzt wird alles mit Sprichwörtern, kleinen Anekdoten und Episoden aus den verschiedenen Suppenepochen.

Während sich eine Gruppe im Suppenmuseum aufhielt, ließ sich die andere die Herstellung von Weihrichkarzln erklären. Damit die „Raachermannl“ richtig „naabln“ können, brauchen sie Futter: Räucherkerzen. Im Sehmataler Ortsteil Neudorf finden wir eine Firma dieses seltenen Gewerks zu Hause.

Für die abendliche Unterhaltung sorgten Bernd mit der „Steirischen“ und abwechselnd Ferdl und Ulli am Keyboard. Am letzen Abend ließen wir unseren Besuch im „Arzgebirge“ in der Silbermine des Hotels mit den „Bossen“ ausklingen.

Dass alle Hürden reibungslos überwunden werden konnten, verdanken wir insbesondere unseren Helferinnen und Helfern, die neben ihrem fachlichen Können an manchen Stellen auch ihre Muskelkräfte zum Einsatz bringen mussten.
Ein herzlichster Dank daher an alle die mitgeholfen haben.