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Das Notfalltelefon, das vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) hier angeboten wird, wird von der Firma Benfon in Finnland hergestellt. Das Benefon Track One NT war ursprünglich als Begleiter für Wanderer und Reiter in finnischen Wäldern gedacht. Es hat einen Notfallknopf und sendet per SMS mit GPS-Koordinaten an die voreingestellte Nummer. Es lässt sich mit einem Lagesensor erweitern, der den Notruf auslöst, sobald der Träger hinfällt oder sich nicht mehr bewegt.
Das DRK in Baden-Württemberg bietet ab sofort dieses Notfallgerät
in einem Dienstpaket an:
Den "DRK-Mobilruf" in deutscher Sprache. Bei
einem Notruf wird sofort der genaue Standort des Hilfesuchenden angezeigt.
Ergänzt durch in einer Datenbank gespeicherten individuellen medizinischen
Daten des Kunden kann dann sofort die individuelle Hilfe anlaufen.
Der DRK-MobilRuf ist ein Paket aus einem Handy mit eingebauter GPS-Ortung, und der MobilRuf-Dienstleistung. Diese besteht aus der Ortung des Teilnehmers, der telefonischen Kontaktaufnahme mit dem Teilnehmer bei einem Notruf und der dann eingeleiteten Hilfeleistung. Hinzu kommt noch ein Telefonkartenvertrag.
Wer bereits ein Mobiltelefon hat, kann seine private SIM-Karte auch für
das MobilRuf-Handy verwenden.
Der Teilnehmer des DRK-MobilRufs erhält ein mobiles Navigations telefon
mit einer Alarmtaste. Wenn im Notfall diese Taste gedrückt wird, stellt
das Handy automatisch die Verbindung zur MobilRuf-Zentrale her - diese ist
rund um die Uhr besetzt.
Der Hilfesuchende kann nun direkt und ohne zu wählen in deutscher Sprache mit der MobilRuf-Zentrale alles besprechen. Mit Hilfe der automatisch vom Handy verschickten Daten wird die Identität und exakte Position des Hilfesuchenden per GPS ("Global Positioning System") bei der MobilRuf-Zentrale angezeigt.
Entsprechend der konkreten Situation wird dann in Deutschland die zuständige Rettungsleitstelle über den Ort des Unfallgeschehens informiert, um den Patienten schnellstmöglich zu versorgen. Im Ausland wird die zuständige Rettungsorganisation alarmiert.
Der DRK-Mobilruf ist mit einer Auslandskrankenversicherung kombiniert, so dass durch die eingeleitete ambulante oder stationäre medizinische Versorgung oder durch eine Rückholung auf dem Luftweg auch im Ausland keine weiteren Kosten entstehen.
Ein Teilnehmer kann bei der MobilRuf-Zentrale medizinische Daten hinterlegen (beispielsweise Informationen zu Allergien, Arzneimittel-Unverträglichkeiten, chronische Erkrankungen usw.). Bei einem Notruf können diese Informationen für die Beschaffung von Medikamenten genauso hilfreich sein, wie als Zusatzinformationen für das Rettungspersonal vor Ort.
Schließlich kann jeder Teilnehmer mit der MobilRuf-Zentrale auch vereinbaren, wer bei einem Notfall informiert werden soll. Ob Familie, Freunde, Nachbarn oder der Hausarzt: All dies wird individuell mit jedem MobilRuf-Teilnehmer abgestimmt.
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